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Ein alter Schultisch steht in einem leeren Raum. Davor steht ein Stuhl. Unterhalb der Tischplatte ragt aus zwei leeren Fächern, die eigentlich für die Schulranzen vorgesehen sind, jeweils ein Tannenbaumstamm. An der Stirnseite des Tisches überkreuzen sie sich ganz am Ende an ihren Spitzen. Sie schweben über dem Fußboden. Die 4 Meter langen Stämme zitieren ihre Äste nur noch durch ihre übrig gebliebenen Stummel.
Die darüber hinaus noch spärlich mit Nadeln bedeckten Stämme weisen auf einen runden, mannshohen schwarzen Spiegel an einer gegenüberliegenden Wand. Er ist groß genug, um an einen Durchgang in etwas Unbestimmtes zu erinnern. Vielleicht an Heidegger, der davon sprach, dass „Das Nichts nichtet“. Vielleicht an ein Fenster ins All. Vielleicht ans All-tägliche, dass sich im Spiegel zeigt. Oder zeigt er doch nur die Angst, auf die niemand zu warten scheint?
Die an ihrem verjüngenden Ende gekreuzten Tannenstämme erscheinen als eine Wünschelrute verkleidete Wünschelrute, riesig jetzt und ausgestattet mit allem, was ihnen genommen wurde.
Hüte dich vor deinen Wünschen. Tom Otto ![]()
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